Wie Langdock deine Dateien erstellt
Ein bisschen Kontext dazu, was im Hintergrund passiert, hilft dir, richtig gute Ergebnisse zu bekommen. Das Erzeugen einer Präsentation oder eines Word-Dokuments ist eine andere Art von Aufgabe als eine Chat-Antwort: Es ist ein visueller Output. Langdock erzeugt ihn, indem es den zugrundeliegenden Code der Datei schreibt (zum Beispiel XML für PowerPoint), ihn rendert, das gerenderte Ergebnis prüft und in einer Schleife verfeinert. Stell es dir vor wie eine Designerin, die eine Folie skizziert, einen Schritt zurücktritt, prüft und poliert – nur viel schneller. Drei Prinzipien machen den Prozess stark:- Iteration ist die Superkraft. Langdock baut, rendert und verbessert in Durchgängen. Du kannst jederzeit in diese Schleife einsteigen: Ein kurzer Hinweis wie „nutze hier das Zwei-Spalten-Layout” reicht in der Regel, um die finale Version zu setzen.
- Fokus schlägt Masse. Eine Handvoll sorgfältig gebauter Folien führt zu deutlich besseren Ergebnissen als ein komplettes Deck in einem Zug. Teile lange Decks in Abschnitte auf, damit jeder die nötige Aufmerksamkeit bekommt.
- Deine Vorlage ist der Nordstern. Je klarer deine Vorlage – saubere Masterfolien, sinnvolle Layouts, eine gute Beschreibung – desto besser kann Langdock deinen Stil treffen. Ein paar Minuten Arbeit an der Vorlage zahlen sich bei jeder Nutzung aus.
Das Sechs-Schritte-Prinzip
Der beste Workflow besteht aus drei Phasen und sechs Schritten. Das ist dieselbe Reihenfolge, die wir intern nutzen, um die Webinar-Decks aus unseren eigenen Präsentationen zu erstellen.Phase 1: Aufbauen
- Mit der Vorlage starten. Öffne einen neuen Chat über deine Vorlage – entweder per Vorlage verwenden in der Bibliothek, oder über den Button Dokument erstellen / Präsentation erstellen in einem neuen Chat und wähle dort eine Vorlage aus. So hat Langdock von Anfang an die Struktur und das Styling deiner Vorlage.
- Kontext hinzufügen und generieren. Gib im selben Chat die Inhalte mit, die in die Datei sollen. Verweise auf Ordner, lade Dokumente hoch oder nutze die Websuche und Deep Research, um alles Nötige zusammenzutragen. Du kannst Langdock sogar zuerst nach Best Practices fragen lassen („Wie sollte ein Produkt-Launch-Deck aufgebaut sein?”). Dann bitte um den ersten Entwurf.
Phase 2: Verfeinern
- Folie für Folie iterieren. Versuche nicht, alles in einem Prompt zu beheben. Gehe einzelne Folien durch und benenne konkrete Probleme: „diese Folie hat zu viel Text, lagere Details in die Sprechernotizen aus”, „nutze das Vergleichs-Layout mit zwei Spalten”, „der Diagrammtitel ist abgeschnitten”.
- Visuals gezielt ergänzen. Visuals tauchen selten im ersten Durchgang auf. Bitte Folie für Folie um konkrete Diagramme, Charts oder Timelines. Nützlicher Pro-Tipp: Lass das Bildgenerierungs-Tool zuerst das Layout einer Folie als Bild entwerfen und gib dieses Bild dann zurück, mit der Bitte um die PowerPoint-Version davon.
Phase 3: Polieren
- Gesamtdurchlauf für Konsistenz. Wenn einzelne Folien sitzen, lass das Deck in einem Durchgang auf Konsistenz prüfen: Titel, Schriften, Layouts. Das Modell findet dabei Probleme bei Ausrichtung und Branding, die bei den Einzel-Edits untergegangen sind.
- Herunterladen und gegenprüfen. Öffne die Datei außerhalb von Langdock. Wenn noch etwas nicht stimmt, sag Langdock genau, was kaputt ist. Fehler beim Öffnen der Datei lassen sich fast immer mit einem weiteren Durchlauf beheben.
Was gut funktioniert und was Iteration braucht
Word-Dokumente sind heute Langdocks stärkstes Format – das Füllen strukturierter Vorlagen, das Einsetzen von Inhalten und das Übernehmen der Formatierung funktionieren mit minimaler Iteration sehr gut. Präsentationen haben mehr visuelle Variablen, deshalb kommen manche Folientypen direkt top raus, andere profitieren von einer kurzen Iterationsrunde. Speziell für Präsentationen gilt:| Funktioniert out of the box | Braucht Iteration |
|---|---|
| Vorlage, Branding und Masterlayouts deines Teams treffen | Komplexe Datendiagramme und Tabellen |
| Strukturierte Vergleiche (zwei Spalten, Vorher/Nachher) | Bildplatzierung und individuelle Illustrationen |
| Titelfolien, Kapiteltrenner, Abschnitts-Divider | Timelines, Prozessdiagramme und Flowcharts |
| Kurze Decks (bis ~10 Folien) | Lange Decks in einer einzigen Generierung |
| Platzhaltertext in bestehenden Layouts ausfüllen | Sehr individuelle Masterlayouts mit vielen Varianten |
Für lange Decks solltest du in Blöcken generieren. Baue die ersten 5 Folien, friere sie ein, dann weiter – so bleibt jeder Durchgang auf Qualität statt auf Masse fokussiert.
Ausgearbeitetes Beispiel: eine Rechnungsvorlage
Das ist derselbe Workflow wie in der Webinar-Demo. Er zeigt die ganze Schleife vom ersten Upload bis zu einer zuverlässigen, wiederverwendbaren Vorlage.Vorlage hochladen
Lade deine bestehende Rechnungs-
.docx in die Bibliothek hoch. Langdock analysiert die Datei und entwirft eine Beschreibung ihrer Struktur (Header, Positionstabelle, Summen, Zahlungsdetails). Du kannst diese Beschreibung vor dem Speichern bearbeiten.Mit echtem Input ausprobieren
Klicke in einem neuen Chat auf Dokument erstellen, wähle die Rechnungsvorlage und füge die Ausgangsdaten ein (zum Beispiel eine Kunden-E-Mail mit einer Rechnungsanfrage). Langdock liest die E-Mail, füllt die strukturierten Felder aus dem unstrukturierten Inhalt und erzeugt eine neue
.docx.Fehlendes erkennen
Beim ersten Versuch enthalten manche Felder noch Platzhalter. Öffne die Datei, notiere, was falsch ist („Zwischensumme und Gesamtsumme wurden nicht berechnet”), und sag es Langdock direkt.
Die Vorlagen-Anweisungen aktualisieren
Öffne die Vorlage in der Bibliothek und schärfe ihre Anweisungen so, dass der Fall abgedeckt ist, der vorher fehlte (zum Beispiel: „Berechne Zwischensumme und Gesamtsumme immer aus den Positionen, bevor du sie einträgst”). Speichere die Änderung – die nächste Generierung übernimmt die aktualisierten Anweisungen automatisch.
An einer Vorlage iterieren
Vorlagen sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn derselbe Fehler immer wieder passiert (zum Beispiel „Feld X ist immer leer”), öffne die Vorlage in der Bibliothek und schärfe ihre Anweisungen direkt. Zukünftige Generierungen übernehmen die aktualisierten Anweisungen automatisch.Vorlagen setzen voraus, dass Skills in deinem Workspace aktiviert sind. Siehe Admin: Vorlagen aktivieren.
Gut zu wissen
- Ergebnisse variieren mit der Dokumentkomplexität. Einfache Layouts und textbasierte Dokumente kommen meistens schon beim ersten Versuch sehr gut raus. Individuelle Diagramme, detaillierte Illustrationen oder sehr komplexe Masterlayouts brauchen vielleicht ein oder zwei zusätzliche Runden mit konkretem Feedback.
- Läufe sind nicht perfekt deterministisch. Zwei Generierungen aus derselben Vorlage und demselben Prompt können sich leicht unterscheiden. Teste eine Vorlage mit realistischen Inputs, bevor du sie workspace-weit ausrollst.
- Vorlagen werden aktuell in der Bibliothek bearbeitet, nicht aus dem Chat heraus. Du kannst sie herunterladen, lokal bearbeiten und neu hochladen – oder die Anweisungen direkt in der Bibliothek aktualisieren. Chat-Änderungen wirken auf den erzeugten Output, nicht auf die Vorlagenquelle – das Bearbeiten aus dem Chat ist auf der Roadmap.
Im Workspace teilen
Sobald eine Vorlage zuverlässig gute Ergebnisse liefert, teile sie. Zwei Berechtigungen steuern, was Nutzer tun können:- Mit Nutzern und Gruppen teilen: standardmäßig für alle aktiviert.
- Im Workspace verfügbar machen: standardmäßig nur für Admins.
Hast du weitere Fragen? Schau in die Bibliothek & Vorlagen FAQ.